STS-Ehrenmedaille

Die STS-Ehrenmedaille wurde 2010 von der Signal Transduction Society in Zusammenarbeit mit dem BMC-Journal „Cell Communication and Signaling“ (CCS) ins Leben gerufen, um herausragende Persönlichkeiten für ihre bahnbrechenden Beiträge zur Entschlüsselung von Signalwegen in gesunden und erkrankten Zellen zu würdigen. Von 2017 bis 2022 war das International Journal of Molecular Sciences (IJMS) Co-Sponsor der Medaille, die nun wieder allein von der Signal Transduction Society verliehen wird.

Die ausgezeichneten Forschungsgebiete spiegeln das STS-Motto „Signal Transduction - Receptors, Mediators and Genes“ wider. Hervorragende Kandidatinnen und Kandidaten wurden von STS-Mitgliedern nominiert, und das Auswahlgremium, bestehend aus STS-Vorstand und -Beirat, hat die Preisträgerinnen und Preisträger einstimmig ausgewählt.

Bekanntgabe der Medaillenträgerin bzw. des Medaillenträgers 2026

Sir Richard Treisman

Sir Richard Treisman

Im Jahr 2026 wählte das Auswahlkomitee Sir Richard Treisman, Forschungsdirektor des Francis Crick Institute in London, als Preisträger der Medaille. Seine einflussreichen Arbeiten zum Transkriptionsfaktor SRF als Signalknotenpunkt, der über eine Vielzahl von Kofaktoren bis hin zur Dynamik des Zytoskeletts reicht, haben wesentlich zum Fortschritt der Signaltransduktionsforschung beigetragen.

Bildnachweis: Joe Dunckley, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Jedes Jahr wird die Medaille bei einer Medaillenverleihung überreicht, die im Rahmen der jährlichen Meetings der Signal Transduction Society stattfindet. Als besonderes Highlight der Zeremonie halten die geehrten Preisträgerinnen und Preisträger ihre Medaillenvorlesungen (Medal Lectures), in denen sie persönliche Sichtweisen auf die Geschichte ihrer herausragenden Entdeckungen in der Signaltransduktionsforschung sowie ihre Visionen für die Zukunft teilen.

Frühere Medaillenträgerinnen und Medaillenträger

Hao Wu

Hao Wu

2025

Hao Wu wurde die STS-Ehrenmedaille für ihre Lebensleistung bei der Erforschung der molekularen Mechanismen der Signaltransduktion in der angeborenen Immunität verliehen. Professorin Wu hat die Strukturen zahlreicher immunrelevanter Proteine aufgeklärt und damit unser Verständnis der molekularen Mechanismen revolutioniert, die zum Aufbau der übergeordneten Proteinkomplexe führen, welche für die Auslösung von Zelltod und Entzündung verantwortlich sind. Sie hat Generationen von Studierenden sowie Kolleginnen und Kollegen inspiriert und gefördert.

Lewis C.  Cantley

Lewis C. Cantley

2024

Lewis Cantley entdeckte nicht nur die Phosphatidylinositol-3-Kinasen (PI3K), sondern charakterisierte auch den Mechanismus, durch den PI3K von Wachstumsfaktoren und Onkogenen aktiviert wird. Bei der Aufklärung der PI3K-Signalwege identifizierte er zahlreiche Proteine wie Akt/PKB, die eine zentrale Rolle bei der Regulation von Zellüberleben und Zellproliferation in normalen Zellen und Krebszellen spielen. Seine Erkenntnisse haben nicht nur unser Wissen über die molekularen Mechanismen vertieft, die Krebs vorantreiben, sondern auch den Weg für die Entwicklung gezielter Therapien geebnet und damit die Landschaft der Krebsbehandlung verändert. Lewis Cantley hat Generationen von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern inspiriert, gefördert und begleitet.

Julian Downward

Julian Downward

2023

Julian Downward ist ein visionärer und produktiver Wissenschaftler, dessen Leistungen die Landschaft der Molekularbiologie und der Krebsforschung tiefgreifend geprägt haben. Er leistete bahnbrechende Entdeckungen auf dem Gebiet der zellulären Signalübertragung, insbesondere bei der Aufklärung der komplexen Mechanismen des Ras-Signalwegs. Seine Arbeit hat die zugrunde liegenden molekularen Schalter beleuchtet, die sowohl die normale als auch die onkogene zelluläre Signalübertragung antreiben und zur Entstehung verschiedener Krebsarten beitragen. Julian Downwards außergewöhnliche Beiträge reichen über das Labor hinaus, denn seine Erkenntnisse haben nicht nur unser grundlegendes Verständnis des Zellverhaltens vorangebracht, sondern auch entscheidende Einsichten für die Entwicklung gezielter Krebstherapien geliefert. Sein Engagement, wissenschaftliches Wissen in greifbare medizinische Fortschritte zu übersetzen, hat ihm breite Anerkennung und Wertschätzung eingebracht.

Peter H. Krammer

Peter H. Krammer

2020/2021

Peter H. Krammer wurde für seine Lebensleistung bei der Aufklärung der Zelltod-Signalübertragung ausgezeichnet. Er identifizierte den Todesrezeptor CD95 (APO-1/Fas) und zeigte, dass die Apoptose ein zellinterner physiologischer Prozess ist. Darüber hinaus klärte Krammer den todesauslösenden Signalkomplex sowie den aktivierungsinduzierten Zelltod (AICD) auf Einzelzellebene auf und beschrieb, wie der Tod von T-Zellen zur immunologischen Toleranz beiträgt.

Alfred Wittinghofer

Alfred Wittinghofer

2019

Professor Alfred Wittinghofer (Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie, Dortmund, Deutschland) wurde 2019 die STS-Ehrenmedaille für seine langjährigen und einflussreichen Arbeiten zu den Struktur-Funktions-Beziehungen von GTP-bindenden Proteinen und deren Beteiligung an physiologischen und pathophysiologischen Prozessen verliehen.

Karen Vousden

Karen Vousden

2018

Professorin Karen Vousden (Francis Crick Institute, London, Vereinigtes Königreich) wurde 2018 die STS-Ehrenmedaille für ihre Lebensleistung zur Funktion und Regulation des Tumorsuppressors p53 verliehen.

Michael Reth

Michael Reth

2017

Professor Michael Reth (Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik, Freiburg, Deutschland) wurde 2017 die STS-Ehrenmedaille für seine Lebensleistung zu intrazellulären Signalwegen in Lymphozyten und seine wegweisenden Arbeiten zu Struktur und Funktion des B-Zell-Rezeptors verliehen.

Tak W. Mak

Tak W. Mak

2016

Professor Tak W. Mak (Campbell Family Institute for Breast Cancer Research, Toronto, Kanada) erhielt 2016 die STS-Ehrenmedaille für seine Beiträge und Entdeckungen auf den Gebieten der Immunologie, der Signaltransduktion und der Krebsbiologie.

Mina J. Bissell

Mina J. Bissell

2015

Professorin Mina J. Bissell (Lawrence Berkeley National Laboratory, Berkeley, USA) wurde für ihre Lebensleistung bei der Aufklärung der Rolle des Tumormikromilieus in der Entstehung von Brustkrebs geehrt.

Jules A. Hoffmann

Jules A. Hoffmann

2014

Professor Jules A. Hoffmann (Universität Straßburg, Straßburg, Frankreich), Nobelpreisträger des Jahres 2011, erhielt die Medaille 2014 für seine wegweisenden Arbeiten zu den molekularen Grundlagen der angeborenen Immunität und die Entdeckung der Toll-like-Rezeptoren.

Klaus Rajewsky

Klaus Rajewsky

2013

Professor Klaus Rajewsky (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, Deutschland) wurde 2013 für die Entwicklung des konditionalen Gen-Targetings in Mäusen und dessen Anwendung zur Aufklärung der Funktionen von Signalwegen in normalen und bösartigen Zellen des Immunsystems geehrt.

Carl-Henrik Heldin

Carl-Henrik Heldin

2012

Professor Carl-Henrik Heldin (Ludwig Institute for Cancer Research, Uppsala, Schweden) erhielt 2012 die STS-Medaille für seine wegweisenden Arbeiten zu Wachstumsfaktoren und deren Rezeptoren.

Anthony R. Hunter

Anthony R. Hunter

2011

Professor Anthony (Tony) R. Hunter (The Salk Institute, La Jolla, Kalifornien, USA) wurde 2011 für die Identifizierung der reversiblen Tyrosin-Phosphorylierung von Proteinen als grundlegendes Prinzip der Signalübertragung geehrt.

Anthony J. Pawson

Anthony J. Pawson

2011 († 7. August 2013)

Professor Anthony (Tony) Pawson (Mount Sinai Hospital, Toronto, Kanada) wurde 2010 die Medaille für seine Entdeckung modularer Protein-Interaktionsdomänen und deren Bedeutung für die Signaltransduktion verliehen.

STS Science Award

Dieser Preis soll herausragende Forschung einer Postdoktorandin bzw. eines Postdoktoranden oder einer Nachwuchsgruppenleiterin bzw. eines Nachwuchsgruppenleiters der Signal Transduction Society würdigen, und wir ermutigen ausdrücklich auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, sich um den STS Science Award zu bewerben. Der Preis wurde erstmals beim jährlichen STS Meeting im Jahr 2005 vergeben und ist seither fester Bestandteil aller folgenden STS Meetings. Der STS Science Award wurde zunächst gesponsert von der Acris Antibodies GmbH (2005-2007 und 2009), der Biomol GmbH (2010-2017) und der OMNI Life Science GmbH (2018). Seit 2019 wird der STS Science Award von der Signal Transduction Society mit einer Summe von 1500,- Euro dotiert.

Eine Liste der STS Science Awardees finden Sie hier.

Beim Meeting müssen die Bewerberinnen und Bewerber ihre Arbeit sowohl als Vortrag (was voraussetzt, dass der Beitrag von den jeweiligen Vorsitzenden für einen Vortrag ausgewählt wird) als auch als Poster präsentieren. Die Jury, bestehend aus den Mitgliedern des STS-Vorstands und des STS-Beirats, bewertet die wissenschaftlichen Leistungen und den Hintergrund der Bewerberinnen und Bewerber im Allgemeinen und diskutiert die Meeting-Beiträge im Detail, um schließlich ihre Entscheidung über die Preisträgerin bzw. den Preisträger zu treffen.

Bewerberinnen und Bewerber sollten ein Anschreiben, das Abstract der beim STS Meeting zu präsentierenden Arbeit, eine kurze Beschreibung des Projekts mit Hervorhebung der wesentlichen wissenschaftlichen Leistungen sowie einen Lebenslauf einschließlich der Publikationsliste einreichen.

Einreichungsfrist 2026

Die Einreichungsfrist für den GBM Innovation Award und den STS Science Award wurde auf den 1. September 2026 festgelegt.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung als einzelne PDF-Datei beim Vorsitzenden der Preisjury ein:

Ingo Schmitz

Ingo Schmitz

Ruhr University Bochum
Institute of Molecular Immunology
ZKF2
Universitätsstr. 150
44801 Bochum, Germany

Beachten Sie bitte auch die jeweils aktuelle STS Meeting-Homepage.

GBM-Innovationspreis für Nachwuchswissenschaftler

Jedes Jahr anlässlich des STS Joint Meetings „Signal Transduction - Receptors, Mediators and Genes“ schreibt die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. (GBM) den GBM-Innovation-Award for Young Scientists aus, dotiert mit EUR 500,–.

Mit diesem Wissenschaftspreis möchte die GBM junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler würdigen, die insbesondere an einer neuen und interessanten Methode auf dem Gebiet der Biochemie, der Molekular- und Zellbiologie sowie der Signaltransduktion arbeiten. Der Preis wird an eine junge Wissenschaftlerin oder einen jungen Wissenschaftler (Diplom-, Master-, MD- oder PhD-Studierende oder Postdocs in ihren ersten Jahren) vergeben, die bzw. der eine neuartige und innovative Methode entwickelt oder entwickelt hat, die für uns alle attraktiv sein könnte. Die Arbeit muss als Abstract zum STS-Meeting eingereicht und zudem als Poster präsentiert werden, auch wenn das Abstract für einen Vortrag ausgewählt wird. Die Preisträgerin bzw. der Preisträger wird bei der Preisverleihung bekannt gegeben. Preise können nur persönlich entgegengenommen werden.

Download
List of past GBM Innovation Awards
GBM Innovation Award_v2026.pdf

Die Preisjury, bestehend aus den Sprecherinnen und Sprechern der GBM-Studiengruppen „Biochemical Pharmacology and Toxicology“ und „Receptors and Signal Transduction“, wählt geeignete Kandidatinnen und Kandidaten aus.

Einreichungsfrist 2026

Die Einreichungsfrist für den GBM Innovation Award und den STS Science Award wurde auf den 1. September 2026 festgelegt.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Methode spannend und innovativ ist, möchten wir Sie sehr ermutigen, Ihre Bewerbung einschließlich eines Anschreibens, des Lebenslaufs, des Abstracts und einer sehr kurzen Beschreibung Ihres Projekts zusammen mit einem kurzen Kommentar Ihrer Betreuerin bzw. Ihres Betreuers als einzelne PDF-Datei einzureichen an:

Klaudia Giehl

Klaudia Giehl

Justus Liebig University Gießen
Signal Transduction of Cellular Motility (Medical Clinic IV)
Science Unit for Basic and Clinical Medicine
Aulweg 128 - ForMed
35392 Gießen, Germany

Für Einreichungsdetails beachten Sie bitte auch das Poster (pdf) und die jeweils aktuelle STS Meeting-Homepage. Bitte beachten Sie, dass nur vollständige Bewerbungen bewertet werden.

STS-Reisestipendien

Die STS unterstützt bis zu zehn junge Mitglieder der Gesellschaft (Bachelor-, Master- oder Doktorandinnen und -doktoranden) finanziell bei der Teilnahme am Meeting. Berechtigte STS-Mitglieder sind ausdrücklich ermutigt, sich um ein Reisestipendium in Höhe von EUR 350,– zu bewerben.

Für ein STS-Reisestipendium müssen berechtigte Bewerberinnen und Bewerber die folgenden Unterlagen (als einzelne PDF-Datei) einreichen:

  • STS-Mitgliedschaft (die für mindestens drei weitere Jahre aufrechterhalten werden muss)

  • Lebenslauf

  • Beschreibung des aktuellen Projekts (nicht mehr als zwei Seiten)

  • Abstract, das beim STS Meeting präsentiert werden soll

  • Aktueller Status als Master- oder Doktorandin bzw. -doktorand (bestätigt durch die Betreuerin bzw. den Betreuer)

  • Immatrikulation (bestätigt durch eine Immatrikulationsbescheinigung)

  • SEPA-Bankverbindung (IBAN / BIC / Kontoinhaberin bzw. Kontoinhaber)

Die Bewerbungsfrist für Stipendien ist der 3. August 2026, damit Sie rechtzeitig vor Ablauf der Early-Bird-Anmeldefrist wissen, ob Sie ein Stipendium erhalten. Sobald wir alle Ihre Unterlagen erhalten haben, hören Sie innerhalb einer Woche von uns. Es gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – sichern Sie sich also schnell eines dieser begehrten Stipendien!

Erfolgreiche Bewerberinnen und Bewerber werden persönlich während des STS Meetings in Weimar ausgezeichnet. Die Preisverleihung ist Teil der Posterpreis-Verleihungssitzung am Mittwoch. Die Auszahlung erfolgt per SEPA-Überweisung.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung an das STS Travel Grant Committee (stipend@sigtrans.de).

Posterpreise

Posterpräsentationen sind auf der Konferenz besonders attraktiv. Der Konferenzort im Leonardo Hotel Weimar bietet ausreichend Platz, damit alle Poster während der gesamten Konferenz ausgestellt bleiben können. Alle Poster werden dem Plenum in einer „My Poster in a nutshell“-Sitzung vorgestellt, und es bleibt reichlich Zeit für Posterpräsentationen und lebhafte Diskussionen. Da es die Politik der STS ist, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besonders zu fördern und zu unterstützen, werden fünf Posterpreise mit einem Preisgeld von bis zu EUR 250,– vergeben.

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden durch eine demokratische Abstimmung aller Teilnehmenden während des Meetings ermittelt. Um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besonders zu unterstützen, sind Lehrstuhlinhaberinnen und -inhaber sowie Leiterinnen und Leiter von Abteilungen oder Instituten nicht für einen Posterpreis zugelassen.

Die Posterpreise werden am Mittwoch bei der Posterpreis-Verleihung bekannt gegeben. Die Auszeichnungen können nur persönlich entgegengenommen werden und werden per SEPA-Überweisung ausgezahlt.